Masern: Impfpflicht oder individuelle Impfentscheidung?

 

Brandaktuell ist die Diskussion um die Impfpflicht gegen Masern!

Eine individuelle Impfentscheidung, die jedem Menschen ein auf ihn persönlich zugeschnittenes, medizinisch sinnvolles Impfprogramm ermöglicht, halte ich für wesentlich sinnvoller! Deswegen habe ich folgende Petition unterzeichnet:

 

Petition „Deutschland braucht keine Impfpflicht“

Der Verein Ärzte für Individuelle Impfentscheidung, in dem ich Mitglied bin, hat am 3.4. die Petition gestartet

„Deutschland braucht keine Impfpflicht!“

Sie finden sie auf der ersten Seite der Homepage des Vereins:

www.individuelle-impfentscheidung.de

Wir fordern darin die Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, jede Gesetzesinitiative zur Einführung einer Impfpflicht gegen Masern zu unterlassen und das Recht auf freie und individuelle Impfentscheidung anzuerkennen.

Bitte schließen Sie sich der Petition an, wenn Sie die hier aufgeführten Argumente überzeugen, damit die Petition erfolgreich wird, und verbreiten Sie den Link weiter über eMail, Facebook, WhatsAapp, Instagramm oder Twitter.

 

 

Eine individuelle Impfentscheidung wird immer schwieriger, da die Einzelimpfstoffe nach und nach vom Markt verschwinden. Die momentan diskutierte gesetzliche Impfpflicht soll vorerst nur für Masern gelten, jedoch ist schon jetzt kaum noch möglich, an einen in Deutschland zugelassenen Maserneinzelimpfstoff zu kommen. Das heißt faktisch, dass die Impflicht gegen Masern automatisch auch eine Impflicht gegen Röteln und Mumps beinhaltet, da nur der MMR-Impfstoff in Deutschland problemlos verfügbar ist!

Eine individuellen, wissenschaftlich fundierten Impfentscheidung zu treffen, erfordert ständig aktuell gehaltene Sachkenntnis anstelle von Polemik. Um meine Patienten/ -innen bei dieser Entscheidungsfindung fachlich fundiert beraten zu können, bin ich Mitglied bei  „Ärzte für Individuelle Impfentscheidung e.V.“ http://www.individuelle-impfentscheidung.de. In diesem Netzwerk wird ständig und seriös über die aktuelle Lage zum Thema Impfungen informiert.

 

Am Beispiel der Masern sei dies erläutert: In der Zeit vor der Masernimpfung hatten fast alle Menschen im Kindergarten- oder frühem Schulalter die Masern durchgemacht. Die meisten davon haben die Krankheit gut überstanden, da das Risiko schwerwiegender Komplikationen im Alter zwischen dem 5. und dem 20. Lebensjahr am geringsten ist. Sie waren dann geschützt, da eine durchgemachte Masernerkrankung eine lebenslange Immunität hinterlässt.  So konnten Mütter  den Nestschutz an ihre Säuglinge weitergeben, da während der Schwangerschaft die mütterlichen Antikörper auf die Kinder übertragen wurden.

Durch die inzwischen seit Jahrzehnten durchgeführte Impfung, die heutzutage 95% alle Kinder in Deutschland mindestens 1x erhalten haben, kommen die Masern nur noch in seltenen Ausbrüchen vor. Viele Menschen, die nach 1970 in Deutschland geboren wurden, haben entweder keine oder nur eine abgeschwächte Immunität dagegen. Denn leider hält der Schutz der Impfung nicht sicher lebenslang an. Zwar gibt es Studien, die von einem Impfschutz für ca. 25 Jahre ausgehen. Aber es kam bei Masernepidemien immer wieder zu Erkrankungen bei Erwachsenen, auch wenn diese -wie empfohlen- zwei Mal in der Kindheit gegen Masern geimpft worden waren.

Aufgrund dieser Entwicklung ist es heutzutage wichtig, Säuglinge und Erwachsene vor einer Masernerkrankung zu schützen. Allerdings: wer in welchem Alter wie oft deswegen geimpft wird, sollte individuell entschieden werden können! Die erwünschte Wirkung der Impfung ist umso schlechter, je jünger das Kind ist, weil das unreife Immunsystem schwächer reagiert. Auch die Tatsache, dass Säuglinge deswegen in Relation zum Körpergewicht eine deutlich höhere Dosis an Impfviren gespritzt  bekommen wie Erwachsene, kann das nicht vollständig ausgleichen.  Es könnte z.B. erwogen werden, dass sich junge Paare vor der Familienplanung impfen lassen, um ihre zukünftigen Kindern in der Säuglingszeit nicht anzustecken. Dann kann die Impfung für die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen z.B. ab dem 15. Lebensmonat. Wenn man 3 Monate nach der ersten Impfung den Antikörpertiter im Blut untersucht und dieser hoch genug ist, bringt die zweite Impfung keinen zusätzlichen Effekt und kann dem Kind erspart werden. Auch die heutzutage übliche Anwendung als Kombinationsimpfstoff mit Mumps, Röteln und ggf. Windpocken kann kritisch hinterfragt werden, da die Wirksamkeit dieser weiteren Impfstoffkomponenten relativ unsicher ist. Inzwischen ist wieder ein Einzelimpfstoff gegen Masern in Deutschland erhältlich.

Darüber hinaus besteht  bei  jeder Impfung das Risiko von unerwünschten Wirkungen.  Deswegen ist jede Impfung ohne rechtsgültige Einwilligung eine Körperverletzung.  Jeder Mensch muss das Recht behalten können, sich individuell für oder gegen einzelne Impfungen zu entscheiden, nachdem er sich zuvor umfassend informiert hat.

 

 

Tipps zur Selbstmedikation bei leichten Akuterkrankungen

Bild Behandlungsmethode Homöopathie Praxis Frau Dr. Nuvoloni-Buhl

 

Achtung, diese Ratschläge ersetzen keinen ggf. notwendigen Arztbesuch! Wenn Ihre Beschwerden sehr stark sind oder sich trotz Selbstmedikation verschlechtern bzw. Akuterkrankungen nicht innerhalb von 7 bis 10 Tagen abgeklungen sind, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf! Wenn Sie eine hochgradige Nieren- oder Leberfunktionsstörung haben, wenden Sie sich ebenfalls an einen Arzt, bevor Sie Medikamente einnehmen.

Die empfohlenen Medikamente bekommen Sie in der Apotheke. Die genannten Präparate habe ich aus medizinischen Erwägungen (Wirkungsweise, Verträglichkeit) ausgewählt und sollten nicht durch ähnliche Präparate ersetzt werden, da dann die Dosierung und Wirkungsweise u.U. nicht mehr zu meinen Ratschlägen passt.

Sollten Sie eine bekannte Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe der empfohlenen Medikamente haben, dürfen Sie dieses auf keinen Fall einnehmen! Bitte lesen Sie auch vor Einnahme sorgfältig den Beipackzettel durch, um eine evtl. Gegenanzeige/Wechselwirkung erkennen zu können. In einem solchen Fall dürfen Sie das Mittel natürlich nicht einnehmen. Das betrifft auch Schwangerschaft und Stillzeit.

Es werden meist keine homöopathischen Arzneimittel zur Selbstmedikation empfohlen, da viele meiner Patienten unter homöopathischer Konstitutionstherapie stehen und nicht ohne Abstimmung mit mir homöopathische Akutmittel einnehmen sollten. Die hier empfohlenen Maßnahmen sind verträglich mit einer ggf. laufenden homöopathischen Behandlung. Hingegen sollten keine Medikamente angewendet werden, die starke ätherische Öle enthalten (auch nicht als Salbe oder zur Inhalation). Diese können die Wirkung des homöopathischen Mittels stören.

Bitte notieren Sie sich stichpunktartig die Symptome und Modalitäten (wodurch bessern sich die Beschwerden, wodurch verschlechtern sie sich, was war ggf. die Ursache) der Akuterkrankung, damit ich dies bei Ihrer nächsten Konsultation im Hinblick auf den Verlauf beurteilen kann.

Wenn Sie nicht unter homöopathischer Behandlung stehen und schon Erfahrung in homöopathischer Akutbehandlung haben, können Sie zusätzlich zu den empfohlenen Maßnahmen oder stattdessen hier

http://www.homoeopathie-online.info/krankheitsbilder-und-homoeopathie/ 

nach einem passenden Mittel suchen. Dieses dann in der C 12 einnehmen: 2-3 x tgl. 2 Globuli im Mund zergehen lassen. Bei Besserung ausschleichen.

 

 

Akute Erkältung, akuter grippaler Infekt, Halsschmerzen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Husten

  • Hochdosiertes Zinkpräparat, z.B. Zinkgluconat Verla OTC 20 mg 1 Tablette tgl. (Kinder können Zinkgluconat Verla 10 mg 1 Tablette tgl. bekommen)
  • Symbioflor 1: 3-6 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je höher das Fieber bzw. je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • Bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung zusätzlich 2x tgl. 1-2Tropfen Symbioflor 1 in jedes Nasenloch
  • Bei Autoimmunerkrankungen oder Blutkrebs/Lymphdrüsenkrebs darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Bei Nasennebenhöhlenentzündung zusätzlich Sinupret forte 3 x 1 Dragee oder Sinupret extract 3 x 1 Tbl. (Kinder ab 2 J. bekommen Sinupret Saft nach Alter und Gewicht dosiert)
  • Bei unaufschiebbarer Flugreise kurz vor Start und Landung abschwellende Nasentropfen (frei von Cortison und ätherischen Ölen; lassen Sie sich vom Apotheker ein geeignetes Präparat empfehlen) anwenden, um Probleme beim Druckausgleich zu vermeiden.

Ansonsten aber abschwellende Nasentropfen vermeiden, da sie die Schleimhaut schädigen und durch den Rebound-Effekt nach der Wirkphase eine umso stärkere Anschwellung der Nasenschleimhaut provozieren. Wenn unbedingt erforderlich, Anwendung auf 1 Woche begrenzen und abwechselnd das rechte und linke Nasenloch freitropfen, um die Gesamtdosis niedrig zu halten. Sollten Sie jedoch auch bei Mundatmung Atemnot verspüren, sofort einen Arzt aufsuchen!

  • Wenn Husten im Vordergrund steht, Bronchipret oder Prospan einnehmen (Dosierungen nach Beipackzettel); viel trinken!

Keine fiebersenkenden Medikamente nehmen! Fieber ist eine wichtige Waffe des Immunsystems, um die Krankheitserreger zu bekämpfen!  Menschen mit gesundem Herzen verkraften auch Fieber bis 40 Grad für 2-3 Tage, solange sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen können. Der Flüssigkeitsbedarf ist bei Fieber erhöht, also viel trinken!

Ausnahme sind Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die hohes Fieber u.U nicht verkraften. Aber diese Patienten gehören sowieso in ärztliche Behandlung, um zusätzlich erforderliche Diagnostik und Therapie durchführen zu lassen!

 

Mittelohrentzündung

Einseitige, unkomplizierte Mittelohrentzündungen bei Kindern werden heutzutage zunächst ohne Antibiotika behandelt; hierbei sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  • Zwiebelsäckchen auf/hinter das betroffene Ohr legen; ausprobieren, ob es erwärmt oder bei Zimmertemperatur gut tut.
  • Symbioflor 1: 3-6 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je höher das Fieber bzw. je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • zusätzlich 2x tgl. 1-2Tropfen Symbioflor 1 in jedes Nasenloch
  • Bei Autoimmunerkrankungen oder Blutkrebs/Lymphdrüsenkrebs darf kein Symbioflor 1 genommen werden!

Bei Säuglingen oder wenn beide Ohren betroffen sind, den Arzt aufsuchen. Ebenso, wenn Schmerzen und Fieber nicht nach 1-2 Tagen verschwinden oder wenn die Region hinter dem Ohr so anschwillt, dass das Ohr sogar abstehen kann. Hier können sich ansonsten lebensbedrohliche Komplikationen entwickeln!

Abweichend von den heute aktuellen Leitlinien rate ich dazu, fiebersenkende Medikamente (Paracetamol oder Ibuprofen) zu vermeiden! Zwar lassen die Schmerzen dadurch schneller nach, aber das eigene Immunsystem kann nicht optimal arbeiten und die Darmflora wird angegriffen, die Leber belastet. Nicht selten kommt es dazu, dass sich die Mittelohrentzündung auf niedrigem Niveau länger hinzieht, immer wieder aufflackert und dann immer schwieriger auszuheilen ist.

Paracetamol kann überdies bei Überdosierung lebensbedrohliche Leberschäden bei Kindern und Erwachsenen auslösen!

Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) ist bei Kindern nicht zugelassen, da es bei diesen eine lebensbedrohliche Erkrankung (Reye-Syndrom) auslösen kann!

Wenn nach kurzem Krankheitsverlauf die Schmerzen und das Fieber verschwinden und etwas Sekret aus dem betroffenen Ohr läuft, ist das zunächst unbedenklich und stellt die Selbstheilung dar: durch ein kleines Loch im Trommelfell läuft der Eiter ab. Das Loch verschließt sich nach wenigen Tagen spontan. Solange sollte kein Wasser ins Ohr geraten beim Baden. Wenn die Sekretion nicht nach wenigen Tagen aufhört, oder weiterhin Schmerzen und Fieber bestehen, den Arzt aufsuchen!

Auch völlig normal ist es, wenn wenige Wochen nach einer Mittelohrentzündung noch ein Erguss im Mittelohr sitzt, der das Hörvermögen leicht beeinträchtigt. Hier kann als bewährte Indikation Kalium muriaticum D 4 (3 x tgl. 1 Tbl. vor den Mahlzeiten lutschen) versucht werden, wenn Ihr Kind nicht unter konstitutioneller homöopathischer Behandlung steht. Das Mittel soll abgesetzt werden, wenn sich das Hörvermögen normalisiert hat oder wenn es nach 2-3 Wochen zu keiner Besserung geführt hat. Dann bitte auch den Arzt aufsuchen, ebenso bei Schmerzen oder Fieber!

 

Durchfall, Brechdurchfall

  • Symbioflor 1: 3-6 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je höher das Fieber bzw. je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • Bei Autoimmunerkrankungen oder Blutkrebs/Lymphdrüsenkrebs darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Perenterol (Dosis Erw. und Kind. ergänzen) zusätzlich oder alternativ
  • bei starkem Flüssigkeitsverlust Elektrolytlösung (z.B. Elotrans Erwachsene, Oralpädon Kinder)
  • Bei Brechdurchfall Flüssigkeit in kleinen, häufigen Schlucken zuführen. Zu große Portionen können Erbrechen auslösen.
  • Bei Reisedurchfall zusätzlich oder alternativ Okoubaka D 3 (Erwachsene 3 x 10 Tropfen; Kinder 3 x 5 Globuli). Absetzen, wenn Beschwerden abgeklungen sind.

Wenn keine ausreichende Flüssigkeit zugeführt werden kann, Arzt aufsuchen! V.a. bei kleinen Kindern, Säuglingen, Senioren oder schwer chronisch erkrankten Menschen lieber zu früh als zu spät! Das gilt insbesondere, wenn lebenswichtige Medikamente eingenommen werden, die ggf. nicht mehr ausreichend aufgenommen werden.

 

Blasenentzündung

  • Nicht jede Blasenentzündung muss antibiotisch behandelt werden!
  • Erste Maßnahme ist viel zu trinken, auch Blasentees wie z.B. Canephron.
  • Zusätzlich oder alternativ zu Blasentees Kapuzinerkresse, z.B. ANGOCIN® Anti-Infekt N
  • Füße und Blasengegend warm halten, ggf. ansteigende warme Fußbäder
  • Symbioflor 1: 3-6 x tgl. 20 Tropfen (Kinder je nach Gewicht zwischen 10-15 Tropfen) einnehmen. Je heftiger die Beschwerden, desto häufiger nehmen.
  • Bei Autoimmunerkrankungen oder Blutkrebs/Lymphdrüsenkrebs darf kein Symbioflor 1 genommen werden!
  • Wenn die Symptome nicht innerhalb von wenigen Tagen verschwinden oder Fieber und Nierenschmerzen auftreten, den Arzt aufsuchen!
  • Sollten Sie schon Vorschäden an den Nieren haben, gleich den Arzt aufsuchen.